Kinder und Jugendliche an die Macht? Warum nicht! Wenn junge Menschen sich in ihrem Lebensumfeld engagieren, gewinnen letztendlich alle.

Gesellschaft profitiert von Beteiligung

Kinder und Jugendliche in alle sie betreffenden Entscheidungen innerhalb der Kommune einzubeziehen, kann mühsam sein und erfordert von Erwachsenen viel Geduld und Vertrauen. Doch das Engagement lohnt sich, denn eine wirkungsvolle Kinder- und Jugendbeteiligung fördert den Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse in der Gemeinde.

 

 

Demokratische Kompetenzen stärken

Junge Menschen müssen Demokratie in ihrer Lebenswelt erleben und erlernen, um selbst in der Gesellschaft aktiv zu werden. Der Wohnort bildet dabei die Basis. Wenn Kinder und Jugendliche über ihre Beteiligungsrechte und -möglichkeiten aufgeklärt werden und sie dauerhaft mitentscheiden und mitgestalten dürfen, lernen sie im Alltag die Grundregeln des demokratischen Miteinanders: Sie erfahren, dass Entscheidungen in Aushandlungsprozessen mit anderen Interessengruppen entstehen und ihre Mitspracherechte ebenfalls Verantwortung für die Konsequenzen einbeziehen. Das steigert die Akzeptanz politischer Entscheidungen und führt zu einer lebendigeren Gemeinschaft.

 

Innovationspotenziale nutzen

Jugendliche sind Fachleute in eigener Sache und ein Garant für Innovationsfähigkeit. Nicht nur im komplexen Feld der Digitalisierung hat der Nachwuchs Talente, von denen alle profitieren können. Mit kommunalen Beteiligungsvorhaben lassen sich diese Ressourcen nutzen.

 

Effizienter planen

Die Beteiligung an kommunalen Bauvorhaben ist ein wichtiges Mittel zur Qualitätssicherung. So kann den Bedürfnissen junger Zielgruppen entsprechend geplant und die Lebensqualität in ihrem Wohnort erhöht werden. Außerdem lassen sich dadurch Fehlplanungen mit großen Folgekosten vermeiden.

 

Integration fördern

Bei Beteiligungsformen mit niederschwelligen Teilnahmevoraussetzungen können alle Akteure ihre Kompetenzen einbringen. Das verbessert zum einen die Integration von sozial Benachteiligen oder körperlich Beeinträchtigten und setzt andererseits Ausgrenzung und Vorurteilen entschieden etwas entgegen.

 

Prävention durch Partizipation

Wird Kindern und Jugendlichen Verantwortung für die die Mitgestaltung des öffentlichen Raums übertragen, steigert das ihre Fürsorge für das Projekt und vermindert Konfliktpotentiale und Vandalismus. Außerdem wirken positive Erfahrungen aus Beteiligungsprojekten grundsätzlich antisozialem Verhalten entgegen.