Kinder mit Geld

Fördertöpfe für Kinder- und Jugendprojekte sind eine super Sache. Aber wie kann ich das in meiner Kommune umsetzen?

 

Kurz und bündig erfahren Sie hier, wie Sie das Engagement von Kindern und Jugendlichen in ihrer Gemeinde fördern und sie bei der Umsetzung eigener Ideen unterstützen können.

 

 

 

Was ist ein Projektfonds für Kinder- oder Jugendbeteiligung?

Mit einem Kinder- oder Jugendfonds unterstützen Sie junge Menschen in ihrer Kommune bei der Umsetzung eigener Projektideen. Die Funktionsträger der Kommune legen sich auf einen bestimmten Betrag fest, der Kinder oder Jugendliche zur Realisierung ihres Projekts ausgezahlt wird.  Die finanzielle Förderung läuft dabei unkompliziert und unbürokratisch ab.

 

Klären Sie im Vorfeld folgende Punkte ab:

  • Höhe des Budgets: feste oder flexible Summe je nach Projekt
  • Zielgruppe: Kinder oder Jugendliche, welches Alter?
  • Zeitschiene und Fristen
  • Verantwortliche in der Kommune als Ansprechpartner

 

Welches Projekt soll gefördert werden, welches nicht?

Stellen Sie Bewertungskriterien dafür zusammen, welche Projekte förderfähig sein sollen. Einige Beispiele:

 

Projekte können gefördert werden, wenn:

  • … sie möglichst viele Kinder und Jugendliche beteiligen
  • … sie niemanden ausschließen
  • … sie von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche sind
  • … in der geplanten Zeit umgesetzt werden

 

Projekte können nicht gefördert werden, wenn:

  • … der Antrag ohne die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erstellt wurde
  • … Alkohol, Tabak etc. Bestandteile des Projektes sind
  • … ein rassistischer oder menschenfeindlicher Hintergrund des Trägers oder der Jugendgruppe besteht

 

Jugendliche stehen in der ReiheWie erfahren die Kinder und Jugendlichen von dem Projektfonds?

Hier gibt es keinen goldenen Weg. Das Vorgehen ist abhängig von der Zielgruppe und den Kommunikationsstrukturen der jeweiligen Kommune. Zielführend ist es meist, die Informationen auf verschiedenen Wegen zu streuen. Achten Sie auf ein ansprechendes Layout und einfache Sprache.

 

 

 

Kinder und Jugendliche informieren

  • offizielle Briefe an alle Kinder oder Jugendlichen in der Gemeinde
  • Einbindung der Schulen, sodass sie zum Multiplikator werden
  • Plakate an Bushaltestellen
  • Informationen über Gemeindeblatt mit ansprechendem Layout
  • Flyer in Jugendclubs, Sportvereinen etc. auslegen

Wie kann über die Projektideen der Kinder- und Jugendlichen abgestimmt werden?

Fonds mit Antragsverfahren

So geht’s: Verfassen Sie einen kurzen und ansprechenden Antrag, der den Kindern oder Jugendlichen zur Verfügung gestellt wird. Wie ein Antrag aussehen kann sehen Sie hier.

 

Stellen Sie eine Jugendjury  zusammen, die sich mit den Anträgen auseinandersetzt und je nach Fördertopf die Preisträger nominiert. Um die Entscheidung transparent zu machen, muss die Jury eigene Bewertungskriterien aufstellen. Unabhängige Moderatoren sind dabei hilfreich.

 

Vorteile:

  • Jugendliche haben Zeit, Projektideen alleine oder in der Gruppe auszuarbeiten
  • geringer zeitlicher Aufwand für die Jugendlichen
  • es muss kein gemeinsamer Termin gefunden werden

 

Nachteile:

  • Antrag kann eine Hürde für Kinder und Jugendliche sein
  • es kommt zu keinem persönlichen Kontakt zwischen Jugendlichen und erwachsenen Unterstützern

 

Projekttag mit Juryentscheidung

Um den bürokratischen Aufwand eines Antragverfahrens zu umgehen, gibt es die Möglichkeit eine Veranstaltung zur Ideenpräsentation und Entscheidung durchzuführen.

 

So geht’s: Kinder und oder Jugendliche werden bereits vorab über den Projektfonds informiert und kommen mit groben Projektideen zur Veranstaltung. Erwachsene Moderierende unterstützen dabei, die Projektideen zu konkretisieren. Anschließend werden die Ideen präsentiert und je nach Fondsgröße, abgestimmt. Die Abstimmung soll durch die Jugendlichen selbst durchgeführt werden. Von den Jugendlichen selbst aufgestellte Bewertungskriterien helfen dabei.

 

Vorteile:

  • Kinder und Jugendliche bekommen Unterstützung
  • öffentlichkeitswirksame Veranstaltung

 

Nachteil:

  • großer organisatorischer Aufwand