DKJS/C. Swiekatowski

Am 8. Mai 2019 fanden sich etwa 100 Jugendliche und Erwachsene aus Sachsen zum Praxisforum von Stark im Land auf dem Rittergut Limbach ein. Unter dem Motto „Beteiligung ist die beste Medizin“ kamen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, kommunale Akteure und Engagierte miteinander ins Gespräch und zeigten, warum es sich lohnt, junge Menschen mitentscheiden zu lassen. Die Dokumentation ist nun verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden.

 

Bei einem „Wohnzimmergespräch“ tauschten sich Regina Kraushaar, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und Heiko Wersig, Hauptamtsleiter von Bannewitz, mit Lena Petermann von der Jugendgruppe Rodewisch darüber aus, wie unkonventionelle Ideen den ländlichen Raum in Sachsen beleben.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit „Stark im Land“ Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum im Freistaat eine Stimme geben“, betonte Regina Kraushaar. „Wenn junge Menschen in den Kommunen darüber mitentscheiden, was passiert, gewinnen alle – Junge und Ältere, die Kleinen und die Großen! Uns allen sollte es wichtig sein, dass sich Kinder und Jugendliche in ihrer Gemeinde engagieren können. Denn genau das ist es, was die Verbundenheit mit der eigenen Heimat stärkt. Wenn man so will ist das ein Bleibefaktor für die ländlichen Regionen.“

 

 

An unterschiedlichen Thementischen diskutierten Jugendliche und Erwachsene darüber, wie das Leben auf dem Land in der Zukunft aussehen soll. Was wünschen sich junge Menschen und wie lassen sie sich motivieren, ihre Gemeinde mitzugestalten? Wie können Verwaltung und Netzwerke vor Ort gut zusammenarbeiten, damit Kinder- und Jugendbeteiligung gelingt? Welche unkonventionellen und innovativen Ideen gibt es bereits in Sachsen? In einem Punkt waren sich alle Anwesenden einig: Beteiligung ist tatsächlich die beste Medizin.

„Dabei sollte keine Rolle spielen ob man jung oder alt ist. Wir beteiligen jeden!“, betonte Dirk Neubauer, Bürgermeister von Augustusburg.

 

DKJS/P. Kuchel

In der Galerie der „Kulturscheune“ zeigten Kinder und Jugendliche, welche Projekte sie in ihren Gemeinden umsetzen. Der Jugendbeirat Wildenfels organisiert seit 2016 die „Verrückte Landolympiade“ in Wildenfels. Beim Gummistiefelweitwurf und beim Gummi-Enten-Pusten konnte sich Dr. Heike Kahl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) persönlich davon überzeugen, dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommt. Zwei Mädchen vom Jugend- und Freizeitzentrum Brand-Erbisdorf verköstigten selbstgemachte Köstlichkeiten aus ihrem „Grünen Gartenzimmer“. Im Rahmen von Hoch vom Sofa! verwandelten sie einen verwilderten Kleingarten in eine grüne Oase. Auf dem „Youtube-Sofa“ nutzten Vertreterinnen des Jugendteams Torgau die Gelegenheit, ein Interview mit Heike Kahl zu führen. Was sie den Jugendlichen mit auf den Weg geben möchte?

„Mein größter Wunsch ist, dass ihr euch nicht entmutigen lasst, sondern eure Stimme erhebt.“, erklärte Dr. Heike Kahl.

 

zur ausführlichen Dokumentation des Praxisforums am 8. Mai 2019:

Dokumentation als PDF-Datei

 

zum Einstiegsvideo der Veranstaltung:

 

 

zur Video-Dokumentation der Veranstaltung: