Damit die Zusammenarbeit in den lokalen Arbeitsgruppen gelingt, müssen von Beginn an einige Punkte beachtet werden.

 

Das Wichtigste über Grundlagen, Strukturen und Arbeitsprozesse in der Arbeitsgruppe erfahren Sie hier:

 

 

 

Motivation und Erwartungen abgleichen

  • Was verbindet uns? NICHT: Was trennt uns?
    Wo liegen Gemeinsamkeiten bei der Motivation sich für Kinder- und Jugendbeteiligung zu einzusetzen? Wissensduschen oder gezielte thematische Moderation helfen bei der Klärung.
  • Was will ich damit erreichen? Welchen Nutzen kann jeder Einzelne aus den Prozessen ziehen?
  • Was kann ich? Welche Stärken und Kompetenzen besitze ich und wie kann ich sie in die Gruppe einbringen?
  • Wie gehen wir mit Entscheidungen um? In der Arbeitsgruppe und in Zusammenarbeit mit den Kinder- und Jugendlichen

 

 

 

Ziele entwickeln

Kein Ziel ohne Vision. Wie sieht diese aus?
Wo wollen wir in 5, 10, 20 Jahren stehen?

 

 

Ziele beschreiben

  • langfristig – mittelfristig – kurzfristig
  • Indikatoren zum Erreichen der Ziele bestimmen
  • Ziele sollten s.m.a.r.t. beschreiben sein und regelmäßig überprüft werden
  • aus Zielen Teilschritte und Aufgaben ableiten
  • Im Arbeitsprozess

 

Gut informieren

  • gemeinsam Kommunikationswege und Verteiler finden, die alle erreichen (z.B. soziale Netzwerke, Post, „Schwarzes Brett“)
  • konkrete Ziele und Ergebnisse transparent machen à s.m.a.r.t.
  • lokale Multiplikatoren und Infokanäle einbeziehen, etwa Bäcker, Frisör, Feuerwehr

 

Gut koordinieren

  • Aufgaben und Verantwortung bei vielen NICHT einer Person
  • Stärken und Kompetenzen der Einzelnen beachten. à s.m.a.r.t.
  • räumliche Vernetzung fördern: verschiedene Orte in der Kommune zum Arbeitstreffen nutzen

 

Zusammenarbeit regelmäßig überprüfen

  • Was ist bislang gut und schlecht gelaufen? Warum?
  • Was kann in der Zusammenarbeit und Umsetzung verbessert werden?
  • Wer kann wie zusätzlich unterstützen?
  • Erfolge erkennen und Erfolge auch in Teilschritten feiern. à s.m.ar.t.
  • Misserfolge gehören zum Prozess: Was kann daraus gelernt werden? Wie muss nachgesteuert werden?

 

Realistisch planen

  • Arbeitspakete vereinbaren: kleinere Projekte ermöglichen schnellere Umsetzung und dadurch schnelle Erfolgserlebnisse für alle
  • Zeitrahmen für Aufgaben und Ziele je nach Zielgruppe festlegen: Kinder brauchen kürzere Zeitläufe

 

Entwicklung zulassen

  • geduldig bleiben: Schritt für Schritt zum Erfolg
  • Vertrauen aufbauen: angemessene Aufgaben- und Rollenverteilung
  • Ruhe bewahren: Fluktuationen in der Gruppe kommen vor
  • zielstrebig arbeiten: gemeinsam erklärte Ziele sollten immer über den Interessen Einzelner stehen

 

Moderation

  • Treffen strukturieren und Tagesordnung folgen
  • methodenvermittelnd arbeiten
  • Lösungen anstreben, statt Probleme zu wälzen
  • übliche Rollenverteilung ändern und Aufgaben bei Bedarf rotieren
  • gleichberechtigt Redeanteile zuweisen
  • stille Abfragen einbauen, um die Ruhigen der Gruppe zu erreichen
  • zeitlichen Rahmen der Gruppentreffen nicht überstrapazieren
  • Moderation schrittweise an die Arbeitsgruppe übergeben