Was muss ich bei der Planung von Projekten beachten

Damit Kinder und Jugendliche erfolgreich an kommunalen Fragestellungen beteiligt werden können, sollten einzelne Vorhaben gut vorbereitet werden. Diese Checkliste hilft Ihnen, wichtige Rahmenbedingen zu klären und damit wirkungsvolle Kinder- und Jugendbeteiligung zu ermöglichen.

 

 

 

 

Auftrag und Zielgruppe klären

Bevor Sie Flyer entwerfen und Workshops planen, sollten Sie mit allen relevanten Akteuren diese Fragen beantworten:

 

  • An welcher kommunalen Entscheidung wollen wir junge Menschen beteiligen?
  • Welche Zielgruppe soll genau beteiligt werden? (Altersgruppe, Gruppen oder Vertreter der Kinder und Jugendlichen)
  • Welcher Handlungsspielraum existiert überhaupt? Welche Entscheidungen wurden bereits getroffen? Was können junge Menschen selbst entscheiden?
  • Wieviel Zeit steht zur Verfügung?
  • Wieviel Geld steht zur Verfügung?
  • Was passiert mit den Ergebnissen?

Handlungsrahmen transparent kommunizieren

Verständigen Sie sich mit allen Akteuren, was machbar und realistisch zu erwarten ist. Klären Sie deshalb mit den kommunalen Entscheidern was leistbar ist. Schüren Sie keine falschen Erwartungen.
Versuchen sie nicht alle Fragen auf einmal bei nur einem Treffen zu klären, sondern gliedern und vereinfachen Sie die Anliegen.

 

Reduzieren Sie ihre Fragen auf das Nötigste. Sie werden überrascht sein, wieviel Einblicke Sie in die Lebenswelt junger Menschen bekommen, wenn es ausreichend Freiraum für gemeinsame Gespräche gibt.

 

Bei Bauplanungen ist es sinnvoll im Vorfeld das zuständige Planungsbüro oder den Architekten einzubinden. So können Sie absprechen, wann und in welcher Form die Ergebnisse der Projekte vorliegen müssen.

 

Echte Entscheidungen ermöglichen

Den erwachsenen Akteuren muss bewusst sein, dass die gemeinsam entschiedenen Projektvorhaben umgesetzt werden müssen! Nehmen Erwachsene Kinder und Jugendliche mit ihren Wünschen und Ideen nicht ernst, erlischt deren Interesse an der Mitgestaltung der Kommune schnell. Aus Beteiligungslust wird Demokratiefrust!

 

Junge Menschen kennen womöglich die Grenzen kommunaler Wirkungsmöglichkeiten nicht und erträumen sich unrealisierbare Luftschlösser. Klären Sie, welche Bedürfnisse hinter den Wünschen stecken. Oftmals entstehen daraus umsetzbare Projektideen.

 

Erläutern Sie den Kindern und Jugendlichen, wieviel Budget für Projekte zur Verfügung stehen und was dadurch zu realisieren ist.

 

Realistisch planen

Planen Sie ausreichend Zeit für den Beteiligungsprozess ein. Nachdem Sie die oben genannten Fragen geklärt haben, gilt abzuwägen, welche Methoden passend sind. Wollen Sie alle Kinder und Jugendlichen erreichen, eher quantitativ arbeiten und viele Informationen sammeln? Oder aber wollen Sie mit einer kleineren Gruppe intensiv arbeiten und tiefer in einzelne Fragestellungen eintauchen?

 

Wie geht es weiter?

Am Ende der Beteiligungsvorhaben stehen häufig weitere Ideen im Raum. Lassen Sie diese von den Teilnehmenden mit altersgerechten Methoden nach Dringlichkeit ordnen.

 

Oft müssen aufgrund begrenzter Budgets Kompromisse ausgehandelt werden. Geben Sie regelmäßig Rückmeldung an die Kinder und Jugendlichen über alle Maßnahmen und Ergebnisse. Erläutern Sie ausführlich, was mit den Ergebnissen einzelner Arbeitsrunden passiert und wann mit der nächsten Rückmeldung zur rechnen ist. Ebenso sollten Sie offen und transparent über negative Entscheidungen informieren und diese verständlich begründen.