Das, was sehr viele Jugendgruppen in den ländlichen Räumen beschäftigt, das wofür sie sich einsetzen, sich mit Anträgen beschäftigen, handwerklich tätig werden und das was sie sich am dringlichsten wünschen sind Räume.
Räume, in denen sie ungestört ihr Zeit mit ihren Freund*innen verbringen können, Orte, an denen sie nachts feiern können, an denen sie tags ihren sportlichen Interesse nachgehen können, wo sie unter sich sind, sich ausprobieren und fernab aller pädagogischer Einflüsse sein können. Seit den ersten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen holen sich die Jugendlichen Stück für Stück ihre Frei- und Gestaltungsspielräume zurück. Allerorts wurden und werden solche Jugendräume neu erschlossen, zum Beispiel weil ein Generationenwechsel dies notwendig macht, oder es vor Ort bislang gar keinen Raum oder Treffpunkt gab. Es braucht diese Räume, die junge Menschen erwartungsfrei nutzen können. Darum ist es wichtig, gerade jetzt bestehende Jugendräume und soziokulturelle Häuser zu erhalten und zu stärken. Denn gerade in den ländlichen Regionen sind selbstverwaltete Räume und ehrenamtlich Initiativen oft die einzigen Anlaufpunkte für junge Menschen.

 

Anlässlich der Jahresabschlussveranstaltung der Hoch vom Sofa!-Projekte 2020 laden wir die Menschen, die die Projekte begleiteten ein, mit uns und miteinander zu diesem Thema ins Gespräch zu kommen. Einblick in ihre Erfahrungen geben:

Lisa Wendler, Mitbegründerin des Jugendclubs Kurti in Bautzen

Torsten Kluge, Jugendsozialarbeiter im Regionalteam Westlausitz des Netzwerks für Kinder- und Jugendarbeit e.V. und Projektbegleiter bei Hoch vom Sofa!

 

Wann? 19.09.2020, 11.15-12.30 Uhr
Wo? Goethe-Institut Dresden, Königsbrücker Str. 84, 01099 Dresden