Das erste Projekt ist geschafft. Und doch ist noch nicht alles getan. Um Kinder- und Jugendbeteiligung dauerhaft eine solide Grundlage zu verschaffen, darf die Ergebnis- und Qualitätssicherung nicht vergessen werden. Die Praxisbegleiter Melissa Roscher und Thorsten Kluge berichten:

„Jugendliches Engagement muss gewürdigt werden.“

DKJS: Liebe Melissa, lieber Thorsten, worauf kommt es nach der Umsetzung des Projekts an?

 

Thorsten Kluge: Die Wertschätzung kann außerdem mit Teilnahmezertifikaten, die Jugendliche für spätere Bewerbungen nutzen können, unterstrichen werden. Veröffentlichungen in der Presse sind immer ein guter Weg, den Einsatz der Kinder und Jugendlichen zu würdigen. Die Ergebnisse der Auswertung sollten unbedingt für folgende Projekte dokumentiert werden. Bestenfalls entstehen bei der Auswertung bereits Lust und Ideen für ein nächstes gemeinsames Vorhaben.

 

 

DKJS: Was wird wie dokumentiert? Und wie sollte die Auswertung zugänglich gemacht werden?

 

Thorsten Kluge: Alles, was die Arbeitsgruppe während der Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen erarbeitet, sollte dokumentiert werden. Dazu gehören Ergebnisse aus gemeinsamen Treffen genauso wie Vereinbarungen zu den Verantwortlichkeiten und Zeitschienen oder auch Checklisten. Das kann in Protokollen geschehen, wobei Fotodokumentationen für junge Menschen besser zu verstehen sind. Dazu bedarf es aber der schriftlichen Einverständniserklärung der Eltern.
Die Zwischenergebnisse und die Auswertung sollten idealerweise ausgedruckt in einer Mappe gesammelt werden. Ein weiteres Exemplar geht an die Jugendgruppe. Somit bleiben alle Beteiligten auf demselben Informationsstand, selbst wenn jemand fehlt. Außerdem bietet das Protokoll schon Tagesordnungspunkte und Inhalte für das darauffolgende Treffen.

 

Melissa Roscher: Neben der persönlichen Kommunikation sind soziale Kanäle wie WhatsApp-Gruppen oder Facebook hilfreich. Auch dabei müssen die neuen Datenschutzverordnungen geprüft werden. Die Dokumentation kann auch über die Schulen oder das Telefon zugänglich sein. SMS haben sich nicht bewährt, weil sie von jungen Menschen weniger genutzt werden und außerdem Geld kosten.

 

 

DKJS: Wie können Kinder und Jugendliche bei der Dokumentation eingebunden werden?

 

Melissa Roscher: In der Öffentlichkeitsarbeit haben Jugendliche häufig gute Ideen, wie sie andere junge Menschen erreichen können. Sie können die Resultate über geeignete Kanäle streuen. Ob sie dabei nun Artikel oder Checklisten schreiben, die Fotodokumentation übernehmen oder bei längeren Projekten eine Chronik anfertigen – es hängt immer vom Organisationswillen und -talent der Kinder und Jugendlichen ab.