Im Gespräch mit dem Stark im Land-Team

 

 

Bei der Umsetzung von Projektideen gibt es einiges zu beachten. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der DKJS-Programme berichten von den Erfahrungen, die sie in verschiedenen Projekten gemacht haben.

„Von positiver Dynamik profitiert das Dorfgeschehen.“

 

 

DKJS: Liebe Anikó, Du bist Programmleiterin von Jugend bewegt Kommune. Euer Fokus liegt auf der projektorientierten Beteiligung. Was würdest Du erwachsenen Akteuren gerne an die Hand geben?

 

Anikó Popella: Gerade zu Beginn von Kinder- und Jugendbeteiligung im Ort ist es enorm wichtig, dass Projekte angeschoben werden, die garantiert erreichbar sind. Die daran beteiligten Kinder und Jugendlichen sollten den Prozess und das Endprodukt miterleben können und nicht erst die Generation nach ihnen. So entsteht Interesse und eine hohe Motivation weitere Projekte gemeinsam anzugehen. Aus diesem Fundament entsteht schließlich eine tragfähige und lebendige Kinder- und Jugendbeteiligung in der Gemeinde.

 

 

DKJS: Liebe Ina, im Programm Demokratie in Kinderhand interessierst du dich für die Wünsche und Bedürfnisse der Jüngsten in einer Gemeinde. Wie sieht eine Projektumsetzung mit Kindern konkret aus?

 

Ina Tuscher: Anders als Jugendliche brauchen Kinder natürlich eine engere Anleitung und Betreuung. Wenn die gegeben ist, können Kinder in jede Phase der Projektrealisierung eingebunden werden. Für die erste Phase, die Projektauswahl, können Kinderjurys gebildet werden, die nach bestimmten Kriterien auswählen. Außerdem soll den Kindern auch die Möglichkeit gegeben werden, selbst bei der Projektumsetzung mitzuhelfen. Das macht sie besonders stolz und das Projekt gerät so nicht in Vergessenheit.

 

DKJS: Lieber Matthias, welche Projektvorhaben sind bei Kindern und Jugendlichen besonders beliebt?

 

Matthias Busch: Von großer Beliebtheit sind immer Gestaltungsprojekte, wie zum Beispiel die der Wiederbelebung oder Umgestaltung der Jugendclubs. Das sind Projekte, bei denen mit alltagspraktischen Unterstützungen von Eltern, Vereinen, Handwerksbetrieben schnell Erfolge geschaffen werden können. Die Jugendlichen sprechen die erwachsenen Unterstützer häufig schon selbst an.

 

DKJS: Liebe Edda, auf welche Projektvorhaben sollte ich mich als Kommune noch einstellen?

 

Edda Laux: Dazu gehören aus unserer Erfahrung auch oft Orte und Plätze, die die Kinder und Jugendlichen gern wiederbeleben oder einfach mal für sich nutzbar machen möchten. Da geht es dann oft um Skateranlagen von klein bis groß oder Treffpunkte, an denen die Bänke repariert werden müssten und vielleicht auch eine Überdachung nicht schlecht wäre. Also Orte, an denen sie zwar für sich sein können, die aber auch klar zu einer verbesserten Lebensqualität beitragen würden.

 

DKJS: Welche Erfahrungen hast du hierzu mit den erwachsenen Akteuren in den Gemeinden gemacht?

 

Edda Laux: Insgesamt eine recht positive. Zum einen sehen sie, dass Jugendliche sich für solche Projekte begeistern und selbst Hand anlegen können. Zum anderen erfährt durch den Einsatz junger Menschen die Gemeinde eine Aufwertung an diesen Stellen. Oft entstehen daraus auch ungeahnte positive Dynamiken für das Dorfgeschehen. Am Anfang stand beispielsweise die Ausleihe eines Baggers beim Bauhof und am Ende war der Bürgermeister zur feierlichen Eröffnung der Skaterbahn mit dabei.